Schottisches Kammerorchester kündigt neuen Chefdirigenten an

Das Scottish Chamber Orchestra hat Maxim Emelyanychev zu seinem neuen Chefdirigenten ernannt. Er besetzt damit die vakante Position von Robin Ticciati, der in der Saison 2017/2018 zum Deutschen Symphonie-Orchester nach Berlin wechselte.

Emelyanychev übernahm im März die Rolle des Gastdirigenten als Notersatz für Ticciati. Seitdem wurde insbesondere seine Leitung von Schuberts Symphonie Nr. 9 und Schuberts Violinkonzert in Edinburghs Usher Hall von Publikum und Presse in den höchsten Tönen gelobt.

Wie sein Vorgänger Ticciati begann Emelyanychev schon früh mit dem Dirigieren und hatte seinen ersten Auftritt im zarten Alter von nur 12 Jahren. Seit dem Beginn seiner Karriere hat er mit vielen russischen und internationalen Orchestern zusammengearbeitet. Emelyanychev wurde 1988 in eine Musikerfamilie geboren. Im Laufe seiner erstklassigen Ausbildung im Bereich der Musik studierte er Klavier und Dirigieren an der Nizhny Novgorod Music School. Später wechselte er zu Gennady Rozhdestvensky in das Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium, um seine Ausbildung zu vervollkommnen. Nach der Ausbildung begann er seine erfolgreiche Karriere, die ihn weltweit zum angesehenen und von Publikum und Experten stets willkommenen Profi-Musiker machten.

Er ist Chefdirigent des Nizhny Novgorod Youth Symphony Orchestra. Außerdem hat er weitere Aufgaben. So dirigiert er derzeit Joyce DiDonato und das Il Pomo d’Oro Orchestra (dessen Chefdirigent er auch ist) auf einer vollkommen ausgebuchten Europa-Tournee.

In der nächsten Saison wird Emelyanychev neben seiner Tätigkeit als Chefdirigent des SCO unter anderem das Niederländische Philharmonische Orchester, das Royal Philharmonic Orchestra und das St. Petersburger Philharmonische Orchester dirigieren und sein Debüt in Glyndebourne 2019 mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment in einer Produktion von Händels Rinaldo geben.

Noch ist kein Termin für einen Auftritt in Berlin bekannt. Aus dem Umfeld von Robin Ticciati ist jedoch zu hören, dass es sich hierbei aktuell um Terminprobleme handelt. Emelyanychev ist in Berlin auf jeden Fall willkommen und wird die Gelegenheit eines Auftrittes nutzen, sobald dies zeitlich möglich ist.